BIOGRAFIE

Hier erzähle ich selbst etwas über mein Leben. Für alle, die etwas mehr als die klassische Vita lesen wollen.

In einer kalten Novembernacht 1973, genau um 22:10 Uhr, wurde ich in Leoben geboren. Somit war mir das Sternzeichen Skorpion sicher und damit auch die Liebe zur dunklen Seite der Macht. 😉 In einer rauen Gegend in einem Dorf in der Steiermark wuchs ich anschließend auf, lernte dort singen und jodeln, bevor ich noch gehen und sprechen konnte.

Seltsamerweise verstand man mich außerhalb des Bundeslandes nur selten. Als ich im Alter von 6 Jahren mit meiner Mutter nach Wien übersiedelte, musste ich quasi meine erste Fremdsprache lernen: Deutsch

 

Schon im Kindergarten wurde mir kreatives Talent bescheinigt, das ich bei Krippenspielen und Sesseltänzen auslebte.

 

Später in der Schule ging es munter weiter. Blockflöte, Singschule und Ballett stand am Programm. Die erste große Hauptrolle stand kurz vor der Erstkommunion an: Unter neidischen Blicken aller Buben meiner Klasse spielte ich einen dramatischen Jesus bei den Osterspielen in unserer Kirche, in einer stark gekürzten (Playback)Version von ›Jesus Christ Superstar‹. Kurz darauf landete ich im Konservatorium im Chor.

Aber vor allem liebte ich gute Geschichten. „Die unendliche Geschichte“ öffnete mir die Türe zu weiteren spannenden Abenteuer. Es ist für mich bis heute die Mutter aller guten Geschichten geblieben und nach wie vor auch sehr aktuell. Statt Phantasien „brennt“ nun die reale Welt…

Ganz egal, ob in Buchform, als Film oder Theaterstück. Wahr oder erfunden, Geschichten übten eine enorme Faszination auf mich aus. In der Schule durfte ich auch endlich meiner eigenen Fantasie freien Lauf lassen. Ich beglückte meine Lehrer mit seitenlangen Aufsätzen zu unterschiedlichen Themen. Ich schrieb und schrieb, oft musste man mir beim Pausenklingeln das Heft regelrecht aus der Hand reißen.

 

Zu Hause schrieb ich einfach weiter. Damals entstanden erste Romane mit den vielsagenden Titeln: ›Die Reise des Polsters‹ und ›Abenteuer im Schweinestall‹. In der Pubertät dann: ›Das Geheimnis der Jungs aus der 3B‹, die High Fantasy Trilogie ›Sternensee‹ oder den Krimi ›Die Mädchenbande deckt auf.‹

Jede/r Autor/in ist vor allem eine Leseratte. Mein Hunger nach Büchern war von Anfang an riesig. Die Dame in der städtischen Bibliothek wusste nach drei Jahren nicht mehr, was sie mit mir machen sollte. Jede Woche ging ich mit einem hohen Stapel Bücher nach Hause, und jedes Mal fragte sie mich über den Brillenrand hinweg: ›Hast du die wirklich alle gelesen?« Irgendwann musste sie mich in die Jugendabteilung hinüber lassen, und später öffneten sich alle Türen. Mit 11 Jahren bewaffnete ich mich mit Nietzsche, Kant und Hegel, las mich außerdem durch sämtliche Klassiker, fraß Kafka, Wilde, Shakespeare, Gothe förmlich auf und blieb irgendwann bei Science Fiction, Fantasy und Horror hängen, wo ich bis weit ins Erwachsenenalter blieb. Meine Lieblingsautoren zu dieser Zeit waren Stephen King, Clive Barker, Douglas Adams, Terry Pratchett und Anne Rice. Der Übergang zu Krimis und Thrillern war fließend.

Nebenbei schrieb ich, die immer unglücklich verliebt war, schwülstige Gedichte, von denen zwei sogar in BRAVO GIRL veröffentlicht wurden. Auch den Rennbahn Express belästigte ich mit meinen Ergüssen. Hier wurde ein kurzes Fan-Essay abgedruckt. Damals hab ich mich noch beschwert, weil die Redaktion meinen Artikel gekürzt hatte. (Später erfuhr ich, dass das normal ist ;-)) Im Oberstufenrealgymnasium schrieb ich für die Schülerzeitung, begann mit Klavierunterricht und spielte leidenschaftlich gerne und viel Theater.

Was ist bloß in der Cola?

Ein Problem hatte ich von klein auf. Mich interessierte zu viel. Deshalb konnte ich mich nicht auf einen einzigen Weg konzentrieren. Schon in der Schulzeit habe ich das komplette Freifächerprogramm aufgebraucht und von Chemieolympiade bis politische Bildung jedes Angebot besucht.

Diese Rastlosigkeit zog sich durch mein ganzes Leben. Beruflich testete ich einiges aus. Vom Einzelhandel bis zur Zeitungsredaktion war alles dabei, bis ich eines Tages durch meinen Vater angestachelt, der ein großer Fan von Niki Lauda war, bei der Lauda Air vorsprach, und tatsächlich, zur Verwunderung meiner Mutter, genommen wurde.

Die Fliegerei hielt mich von 1995 bis 2009 auf Trab. Es war ein einziges Abenteuer.

Das Reisen erweiterte meinen Horizont, ich liebte es neue Kulturen und Länder zu entdecken. Ich stieg auf Pyramiden, guckte in alte Mayastätten, lief barfuß durch Hindu-Tempel, erkundete auf einem Jet-Ski die Everglades, stieg auf das Dach der Welt (ich gebe es zu, ganz hinauf habe ich es nicht geschafft ;-), aß Chicken Wings in Miami, tanzte die Nächte durch in Sydney, ließ mich in Singapur massieren; in Australien piercen; in Bangkok glühte die Kreditkarte, in Cancun auch meine Nase; ich schnorchelte in eiskalten Flüssen, die ins warme Meer mündeten, ich schwamm mit Delphinen,

ich tauchte in jedem Ozean der Welt, kletterte an Wasserfällen hoch, ritt am Strand in den Sonnenuntergang (das ist durchaus wörtlich gemeint), und jeden Tag gab es Neues zu entdecken und zu lernen.

Meine Liebe zu Schottland, Irland, Neuseeland, Australien, Nepal und Indien wurde geweckt und ist bis heute geblieben.

Nebenbei habe ich mich stets sowohl sportlich (zum Bsp. als Cheerleader bei den Rangers)

 

als auch kreativ betätigt. 2007 stieß ich während meiner Babypause, durch Zufall auf die mörderischen Schwestern (Ab 2007 gehörte ich dort auch zum Webseitenredaktionsteam, das ich von November 2011 bis 2017 leitete.), kam ein Jahr darauf ins Mentoring-Programm (2008/2009) und habe in diesem Rahmen meine Schubladentexte überarbeitet und neue Texte geschrieben und 2010 erstmals Texte an Verlage oder zu Wettbewerben eingesandt und war überrascht über das positive Feedback. Als ich einen Literaturwettbewerb gewann, wusste ich, dass ich auf dem richtigen Weg bin.

 

2009 musste ich aus gesundheitlichen Gründen die Fliegerei aufgeben. Folglich habe ich mich noch mehr ins Schreiben gestürzt, was mich in dieser schweren Zeit auch davor bewahrt hat in ein schwarzes Loch zu fallen.

In meinen Geschichten gebe ich vielleicht deshalb vor allem den Ausgestoßenen aus der Gesellschaft und den Randgruppen eine Stimme. Krankheiten, Behinderungen, Obdachlosigkeit, Kriegsopfer, traumatisierte Kinder und Frauen finden immer wieder einen Platz in meinen Texten, die schon teilweise ausgezeichnet wurden.

Ich bezeichne mich selbst als lesesüchtig. Es vergeht kein einziger Tag, an dem ich nicht lese. Mittlerweile bin ich auch als Rezensentin gerne gesehen und werde regelmäßig mit Lesestoff versorgt und betätige mich für Kolleg/innen als Testleserin.

Ich lebe mit meinem Mann und meinen beiden Töchtern in einer typischen Reihenhaussiedlung, die mir schon manch gute Story-Idee geliefert hat, vor allem da sich auf unserem Nachbargrundstück ein alter Bunker befindet.

Die skurrilsten Protagonisten erscheinen mir nachts am Klo. Aus meiner Jugendzeit ist meine Vorliebe für schwarze Kleidung, Leder, Vampire und den Mond geblieben, wo ich übrigens auch über ein Grundstück nebst Besitzurkunde verfüge ;-).

Ich liebe das Meer, vom Strand aus genauso wie in 30 Meter Tiefe. (Ich bin seit 1998 stolze Besitzerin des Tauchscheins.)

Männer mit Neigung zu Extremen finde ich erotisch genauso wie Männer, die tanzen können. Selbst ›fliege‹ ich auf Sportarten mit Nervenkitzel: Tauchen, Fliegen, Klettern und alles andere, was mit Wasser und Luft zu tun hat auch wenn ich vieles in den letzten Jahren nicht mehr machen konnte.

Aber ich schmelze regelrecht dahin, wenn Männer sich für eine gute Sache einsetzen und aktiv helfen, diese Erde zu einem besseren Ort zu machen. Vor allem deshalb bin ich ein Fan von Ian Somerhalder und Leonardo Di Caprio und unterstütze beide Foundations.

Seit vielen Jahren setze ich mich für Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein ein, engagiere mich im Tierschutzbereich und belästige mein Umfeld mit meinen ständigen Predigten.

 

Ich sammle Kopfbedeckungen, Kinoprogramme, Bücher, Filme und Movie-Soundtracks. Leidenschaftlich gerne pflege ich meine Orchideen, die ich auch kultiviere. Ich liebe Bollywood Filme und tanze selbst gerne mit. Sehr zur Belustigung meiner Kinder.

Ich hasse Geiz, Neid, Oberflächlichkeit, Materialismus, Egoismus, Polenta, Krautfleckerl, den Winter und Haare im Essen.

 

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sw
Jennifer B. wind

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